16. September 2026

Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran einerseits sowie zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah andererseits haben den Fokus der medialen und internationalen Aufmerksamkeit verschoben: weg vom Gazastreifen, der weiterhin in Trümmern liegt und abgeriegelt bleibt und wo der eingeschlossenen Bevölkerung weiterhin humanitäre Hilfe vorenthalten wird; weg vom Westjordanland, wo die völkerrechtswidrige Siedlungspolitik weiter voranschreitet und die Gewalt gegen Palästinenserinnen und Palästinenser sogar noch eskaliert ist.
In einem komprimierten Vortrag wird Riad Othman, Nahostreferent der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international, die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten beleuchten und auch auf Entwicklungen in Israel eingehen. Dazu zählt auch der Umgang der israelischen Regierung mit internationalen und lokalen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen.
Riad Othman studierte osteuropäische Geschichte, Slawistik und Philosophie an den Universitäten Freiburg und Köln. Im Anschluss absolvierte er in den Niederlanden den Masterstudiengang in humanitärer Hilfe und arbeitet seit rund 20 Jahren in dem Bereich, darunter in und zu Ländern wie Uganda, Haiti, Pakistan, Syrien und zuletzt der Ukraine. Seit 2012 liegt sein Fokus auf Palästina und Israel, wo er bis Ende 2015 das Büro von medico international vor Ort leitete.
